Smartwear der Zukunft

Wenn die Kleidung Alarm schlägt

Jan Kuntze, Geschäftsführer des DBL-Vertragswerkes Kuntze & Burgheim Textilpflege GmbH über Berufskleidung, wie sie in naher Zukunft denkbar ist.

In naher Zukunft denkbar: Berufskleidung – wie hier Schweißerschutz – die bei Verletzung des Gewebes durch eingearbeitete Metallfäden Alarmsignale abgibt. © DBL

Sprechen wir über Zukunftstechnologien für Berufskleidung. Welche Möglichkeiten sehen Sie, digitale Technologien mit Schutzkleidung zu kombinieren?
Jan Kuntze: Gerade bei der Schutzkleidung und anderen Artikeln aus dem PSA-Sortiment ist es eine hervorragende Idee, wenn Sensoren bei bestimmten Ereignissen und Gefahren Alarm schlagen. Bei Schweißerschutzkleidung etwa, wenn bei starker Hitzeeinwirkung das Gewebe verletzt wird, könnte ein automatischer Alarm erfolgen. Das ist so innovativ wie auch realisierbar. Denn es ist durchaus schon möglich, entsprechende Metallfäden in das Gewebe einzuarbeiten und miteinander so zu verknüpfen, dass diese, wenn sie kurzschließen oder auch reißen, einen Warnsignal abgeben.

Fehler melden, klar. Und Fehler beheben?
Kuntze: Bleiben wir bei Schutzkleidung. Ja, ich könnte mir ein Gewebe vorstellen, das sich selbstständig schließt bzw. repariert. Etwa wenn im Gewebe ein Loch entstanden ist, das eine Sicherheitslücke offenbart. Wenn dann entsprechend eingearbeitete Substanzen aufquellen, die das Loch selbstständig schließen, würde dies zusätzliche Sicherheit bringen. Etwa bei Geweben mit GoreTex. Es wäre eine echte Innovation, wenn sich die hier eingesetzten Membrane bei Verletzungen von alleine mit Hilfe bereits eingearbeiteter Stoffe wieder schließen könnten – und so mögliche Löcher und Risse wieder verschwinden. Aber das ist noch Wunschdenken.

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Was sagt der Datenschutz zu digitalen Zukunftstechnologien?
Kuntze: Hier gibt es sicherlich noch viele Fragen zu klären. Grundsätzlich besteht beim Einsatz digitaler, in die Kleidung integrierter Elemente immer die Möglichkeit einer Überwachung – etwa welche Räume ein Mitarbeiter betritt. Darum setzt der DBL-Verbund weiterhin auf den Barcode. Für uns ein zeitgemäßes Mittel, um Kleidung für einen Träger zu personalisieren, ohne dass sensible Daten von Dritten auslesbar sind.

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