Positiver Aus- wie Rückblick

Martin Schrüfer,

PORR 2018 mit Bestwerten

Mit einem Rekord-Auftragsbestand von über sieben Milliarden Euro sieht sich die PORR AG gut für die Zukunft gerüstet. Zum dritten Mal in Folge konnte die AG auch in der Leistung ein zweistelliges Plus erzielen. Mit einer Produktionsleistung von rund EUR 5,6 Mrd. erreichte PORR einen Zuwachs von rund 18,0 %.

Im Bild v.l.n.r.: Dipl.-Ing. Hans Wenkenbach (COO), Dipl.-Bw. (FH) Thomas Stiegler (COO), Ing. Karl-Heinz Strauss, MBA (CEO), Dipl.-Kfm. Andreas Sauer (CFO). © Porr AG

„Konsequent von Anfang bis zum Ende. Mit unserem Fokus gewinnen wir intelligent an Kraft und bauen auf unsere Stärken. In einem wirtschaftlich anspruchsvollen Jahr konnten wir unsere Position weiter festigen und ein solides Ergebnis erzielen“, sagt Karl-Heinz Strauss, CEO der PORR. „Das Bauen liegt uns im Blut und als Full-Service-Provider schauen wir zuversichtlich auf 2019.“

Spitzenwerte in Auftragsbestand und Leistung

PORR bestätigte seine führende Position im Geschäftsjahr 2018 erneut. Der Auftragsbestand erreichte mit EUR 7.100 Mio. einen neuen Rekordwert und lag mit 11,5 % über dem Vorjahreswert. Das Auftragsbuch konnte sich
in den vergangenen acht Jahren fast verdreifachen. Durch selektive Auftragsakquisition wurde ein stabiler Auftragseingang von EUR 6.326 Mio. (Vorjahr: EUR 6.301 Mio.) erzielt. Neben einer Vielzahl von Projekten im Hochbau wurden insbesondere neue Infrastruktur-Großprojekte akquiriert. Viele Großaufträge schaffen ein stabiles Fundament für die Zukunft – unter anderem das komplexe Infrastrukturprojekt Brenner Basistunnel in Österreich, die Schnellstraße S3 in Polen oder der Beschleuniger-komplex FAIR in Deutschland.

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Die Produktionsleistung erhöhte sich auf den Rekordwert von EUR 5.593 Mio. und zeigte mit 18,0 % einen Zuwachs,
der über dem Schnitt der europäischen Baubranche lag und über alle Heimmärkte hinweg erwirtschaftet werden konnte. Eine deutliche Steigerung verzeichneten vor allem die Bereiche Industrie- und Ingenieurbau sowie die internationalen Infrastrukturprojekte. Mit 68,6 % erzielte die PORR erneut den Großteil der Leistung in Österreich und Deutschland. Polen wuchs am stärksten und erreichte mittlerweile einen Anteil von 11,6 % an der gruppenweiten Produktionsleistung.

Zweitbestes Ergebnis und attraktive Dividende

Das Ergebnis vor Steuern lag mit EUR 88,1 Mio. oder 3,3 % über dem Niveau des Vorjahres (EUR 85,3 Mio.). Dabei verstärkte die PORR ihren Fokus auf operative Exzellenz und erzielte ergebnisseitig eine stabile Entwicklung. Trotz marktbedingter Engpässe entlang der Wertschöpfungskette sowie dem bestehenden Kostendruck bei Baumaterialien und knappen Ressourcen bei Zulieferern. Das Marktumfeld verschärfte sich in Polen und wirkte sich ergebnisseitig negativ aus. Deutliche Fortschritte wurden in Deutschland erzielt, das EBT drehte – nach einem Verlust im Vorjahr –
ins Positive. Der angekündigte Turnaround wurde erreicht.

Der Jahresüberschuss betrug im Jahr 2018 Euro 66,2 Mio. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf EUR 2,17 und stieg somit im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 %.

Ausblick 2019

Für jene Baumärkte in Europa, auf welche die PORR den Großteil ihrer Geschäftstätigkeit fokussiert, rechnen Experten mit einer stabilen weiteren Entwicklung. Mit dem hohen Auftragsbestand geht die PORR gestärkt in die Zukunft. Der Fachkräftemangel, die Engpässe bei Nachunternehmern sowie steigende Baupreise und Lohnkosten machen das Marktumfeld herausfordernd. Die PORR sieht die Nachfrage in ihren Heimmärkten ungebrochen.

Die stabile Geschäftsentwicklung im Berichtszeitraum bestätigt die PORR in ihrer strategischen Ausrichtung. Klarer Fokus bleibt auch für 2019 die operative Exzellenz. Auf Basis der dargestellten Annahmen in den Heimmärkten und des hohen Auftragsbestands ist der Vorstand optimistisch, das hohe Leistungsniveau von EUR 5.593 Mio. auch 2019 durch intelligentes Wachstum moderat steigern zu können. Der tatsächliche Geschäftsverlauf im Jahr 2019 kann allerdings – abhängig von exogenen politischen und wirtschaftlichen Faktoren sowie der Saisonalität der Baubranche – von den aktuellen Erwartungen abweichen.

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