Bau-Lkw

Oliver Willms,

Rückbau „all inclusive“

Bei der Gütersloher Hagedorn Gruppe steht nicht nur der Abbruch im Vordergrund. Der ­Mittelständler bietet mit seinen verschiedenen Geschäftsfeldern einen umfassenden Rundumservice um die ­Entwicklung vom Brownfield zum Greenfield. Die Fahrzeugflotte ist dabei ein Rückgrat des ­Unternehmenserfolges.

Der Scania-Hauber gehört zu den Lieblingen im Hagedorn-Fuhrpark. © Hagedorn

Früh hat man bei Hagedorn erkannt, dass mit dem Abbruch von Altbauten das Geschäft noch nicht zu Ende ist. Mit dem Einsatz von ­Brechern vor Ort managte Hagedorn die ­Wert­schöpfung des Abbruchmaterials. Eine Strategie, die heute zu einer komplexen Unternehmens­gruppe geführt hat, die vom Herzstück Abbruch über ­Recycling, Projektsteuerung, Tiefbau bis zur sogenannten Revitalisierung von Brachflächen nach erfolgtem Rückbau reicht.

Von der Garage bis zum Kraftwerk
Als Komplettdienstleiter vom ersten Schlag des Druckluftmeißels zur Entsorgung, über alle notwendigen Genehmigungen bis hin zur Weiter­vermarktung, bietet Hagedorn damit ein ­breites Dienst­leistungsportfolio. Der Kunde kann für sein Rückbauvorhaben alle Dienstleistungen und ­Services koordiniert aus einer Hand bekommen. Das spart nicht nur Zeit, sondern durch die effektivere Verzahnung aller Schritte auch Kosten.

„Wir kümmern uns um die heimische ­Garage bis zum kompletten Kraftwerk, das rückgebaut ­werden soll!“, erklärt Alfred Winkelmann, Geschäfts­führer der Wertstoffzentren in Gütersloh und Hannover sowie Chef der Hagedorn Schüttgut GmbH. Das Angebot dieser Komplettlösungen sei einer der Erfolgsrezepte des Gütersloher Unternehmens. „Überall wo Not am Mann ist, sind wir da!“, bringt es Winkelmann, der schon seit 2001 bei Hagedorn tätig ist, auf den Punkt. Spektakuläres Einzelprojekt in Punkto Rückbau war die Sprengung des Steinkohlekraftwerks Knepper in Dortmund, das internationale Aufmerksamkeit in vielen Medien fand. Bis hinein in 2021 werden dort Bagger, Brecher und Kippsattelzüge viel zu tun haben, um dann ein quasi besenreines Industriegrundstück in bester Autobahnlage präsentieren zu können.Die Spezialität von Hagedorn: Von der ­Planung über die Sprengung durch die haus­eigene ­Spezialfirma Deutsche Sprengunion bis zur ­Entsorgung, ­Neubeplanung und Verkauf des ­baureifen ­Grundstücks führte, die Gütersloher Unternehmensgruppe die Gesamtregie über das millionenschwere Großprojekt.

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Erfolgreiche bayrische Kombination
Der Fuhrpark spielt, zusammen mit den engagierten Mitarbeitern, bei Unternehmungen dieser Größenordnung eine wesentliche Rolle. Neben einer Armada aus Abbruchbaggern, Brecheranlagen, Radladern und Dumpern übernehmen bei Hagedorn 33 ­eigene Lkw-Kombinationen den Job als eigene schnelle Abfuhrtruppe. Zwölf MAN TGS und 24 Scania – alle gut motorisiert und mit Vollausstattung versehen, übernehmen die anspruchsvollen Zug­aufgaben. Auf der Sattelkupplung der 4x2-Zugmaschinen ­fahren seit ein paar Jahren Kögel Mulden-Kipper mit zur Arbeit. Für die durch und durch bayerische Kombination MAN-SZM und Kögel-Auflieger zeichnet Andreas Hollmann, Geschäftsführer der ­Hagedorn Schüttgut GmbH verantwortlich. Nach jahre­langer Zusammenarbeit als Auftragnehmer bei Hagedorn, ­wurde das Fuhrgeschäft von Andreas ­Hollmann wegen ­fehlender Nachfolger-­Perspektiven in die ­Hagedorn-Gruppe integriert. Transport­profi ­Hollmann, der 18 Jahre lang selbstständig im Geschäft tätig war, brachte die jahrelange Kögel-­Verbindung mit in die neue Geschäftsliaison mit ein – mit Erfolg. Obwohl die Rundmulden der Kögel Mulden-­Kipper mit Abbruchmaterial, versteckten Stahlgeflecht und Metallteilen ein ziemlich ­aggressives Material auf ihrem Rücken transportieren, gibt es bei den Trailern bislang keine Ver­schleißerscheinungen zu bemängeln. Sowohl der Mulde aus vier Millimeter starkem Hardox-Stahl wie auch dem KTL-beschichteten Dreiachs­chassis mit vorderer Liftachse sieht man den rauen Alltags­betrieb nicht an. Sieben ­Jahre sollen die Kögel-­Kipper „on the rocks“ ihr Geld bei Hagedorn ­verdienen, dann werden sie durch neue Fahrzeuge aus Burtenbach ersetzt.

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