Steinbruch

Nur Sprengstoff ist stärker

Der 50-Tonnen-Bagger Hitachi ZX490LCH ist im Steinbruch in Ibbenbüren im Einsatz und bewährt sich mit hoher Reißkraft.

Der Hitachi ZX490LCH ist bei der Ibbenbürener Firma Westermann im Steinbruch zur Sandstein-Gewinnung im Einsatz. © Kiesel / Heiko Metzger

Ibbenbürener Sandstein ist ein begehrter Baustoff. Im Straßenbau, im Wasserwegebau, aber auch im Garten- und Landschaftsbau wird der Sandstein eingesetzt. Das Unternehmen Westermann verarbeitet in seinem Steinbruch den lokalen Bodenschatz zu baustellenfertigem Schotter. An der Spitze der Abbaumaschinen steht hier ein 50-Tonnen-Bagger: der Hitachi ZX490LCH. Wo er nicht weiterkommt, hilft nur noch eins: Sprengstoff.

Die Ibbenbürener Schafbergplatte ist als geologische Formation für ihren Reichtum an Bodenschätzen bekannt. Das Familienunternehmen Westermann hält 15 Großmaschinen im Maschinenpark für den Steinbruch vor, seit Frühjahr 2018 auch zwei Hitachi-Maschinen ZX490LCH. Eine davon hat bereits 1.400 Arbeitsstunden auf dem Zähler. 50 Tonnen schwer und mit einer Motorleistung von 270 Kilowatt bringt so ein Bagger eine Reißkraft von 224 Kilonewton auf. Westermann hat den ZX490LCH bei der Firma Kiesel gekauft, einem deutschlandweit exklusiven Händler und Service-Partner für Hitachi-Maschinen.

Der 50-Tonnen-Bagger ZX490LCH bringt eine Reißkraft von 224 Kilonewton auf. © Kiesel / Heiko Metzger

Im Revier: Sandstein, Schieferton, früher Kohle
Der tiefste Punkt des Westermann-Steinbruchs liegt knapp 70 Meter über Normalnull Tiefer ins Erdreich wird der Steinbruch nicht mehr vorrücken. „Dann bekämen wir Probleme mit dem Grubenwasser“, sagt Andre Menger, Geschäftsführer bei Westermann. Die einzelnen Gesteinsformationen sind beim Blick in den Steinbruch leicht zu unterscheiden. Die bis zu 40 Meter mächtige Sandsteinbank hat eine gelbliche Farbe, die an manchen Stellen ins bräunliche tendiert. Die Schiefertone, die sich in Jahrmillionen auf dem Sandsteinmassiv an gelagert haben, heben sich durch ihre Färbung deutlich ab. Die einzelnen kohleführenden Schichten sind pechschwarz. „Wir ziehen hier gelegentlich aus alten Stollen Kohle-Loren heraus“, so Menger. Nach mehr als 150 Jahre endete in Ibbenbüren 2018 der Kohleabbau, doch der Sandsteinabbau geht weiter.

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Das Absatzgebiet der Firma Westermann reicht von den Bergen bis zum Meer. Bei größeren Frachtaufträgen besteht außerdem die Möglichkeit des Transportes per Binnenschiff. Hierzu betreibt das Unternehmen am nahegelegenen Stichkanal Ibbenbüren eine eigene Beladeanlage für Schiffe. „Bis zu 1.400 Tonnen fasst ein einzelnes Binnenschiff“, so Menger. Der größte Anteil des Materials wird von eigenen Lkw direkt bei den Baustellen der Kunden angeliefert.

Im engen Zusammenspiel von Bagger und Lkw erfolgt der Abbau im Steinbruch. © Kiesel / Heiko Metzger

Schnell und zuverlässig
Die Brech- und Klassier-Anlage wird per Muldenkipper beschickt – aber auch teils kilometerlange Förderbänder schaffen den abgebauten Sandstein heran. „Das längste Förderband misst 1,3 Kilometer“, berichtet Betriebsleiter René Giese. Für den Material-Nachschub sorgen die Maschinenführer auf ihren schweren Maschinen – darunter auch die beiden 50-Tonnen-Bagger ZX490LCH von Hitachi. Beide arbeiten schnell und zuverlässig. Erst seit wenigen Jahren setzt Westermann Maschinen des japanischen Herstellers ein. „Bis heute sind wir vom Service der Firma Kiesel und der Stärke der Hitachi-Bagger begeistert“, so Giese.

Schon bevor der ZX490LCH mit seiner eigentlichen Arbeit beginnt, muss der 50-Tonner seine Kraft unter Beweis stellen. Um seine ganze Reißkraft ausspielen zu können, muss er auf die abzubauende Gesteins-Schicht gelangen. Dazu schlägt er seinen Tieflöffel zwischen die Gesteinsblöcke und zieht sich so Stück für Stück auf seinen Arbeitsplatz. Mit seinem fast 13 Meter weit reichenden Ausleger fasst er in das massive Gestein und reißt an dem Felsmassiv. Das abgebaute Gestein, das der ZX490LCH mit seinem Löffel fassen kann, lädt er direkt in einen Dumper oder eine Mulde auf.


Systempartner Kiesel
Kiesel ist Systempartner für neue und gebrauchte Bau-, Umschlag- und Sondermaschinen sowie Anbaugeräte und Dienstleistungen. Das Unternehmen ist Großhändler – zum Beispiel von Marken wie Hitachi, Fuchs, Mantsinen, Bell, Giant, UAM Demarec, MTB, Rockwheel, Xcentric Ripper, OilQuick, Kinshofer, HGT. Außerdem ist Kiesel Hersteller von Sondermaschinen, die die speziellen Anforderungen der jeweiligen Branche zugeschnitten sind. Abgerundet wird das Angebot durch individuelle Serviceleistungen von der Finanzierung über das bundesweite Mietparkangebot bis hin zum flächendeckenden Servicenetz. Mehr als 1.000 Mitarbeiter arbeiten aktuell europaweit für Kiesel.

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