Bagger statt Playstation

Marvin Meyke,

Neuer Azubibagger für Lukas Gläser

Um die Ausbildung zu stärken, investiert die Unternehmensgruppe Lukas Gläser aus dem Rems-Murr-Kreis nicht nur in Marketingmaßnahmen zur Fachkräftesicherung, sondern auch in neue Technik. Kürzlich wurde der erste Azubibagger an den Nachwuchs übergeben.

Mit einem Cat Kettenbagger 315 sollen die angehenden Fachkräfte ihre eigenen beruflichen Erfahrungen im Straßen- und Tiefbau sammeln.
In Empfang nahm das neue Arbeitsgerät stellvertretend Yannik Lippold. Er absolviert eine Ausbildung zum Baugeräteführer und folgt damit den Fußstapfen seines Vaters, der ebenfalls bei dem gleichen Arbeitgeber als Maschinist arbeitet. Seinen Namen durfte er auf der Fahrerkabine verewigen – dem Beispiel sollen auch die anderen 17 Azubis folgen. Anders als sonst ist die Baumaschine nicht komplett im enzianblauen RAL-Ton 5010 gehalten, sondern in Weiß mit enzianblauer Beschriftung wie #Baggern macht Spaß, #Geht ab oder #Mach mit bei der Straßenbande.

„Unser Bagger muss anders sein und auffallen. Deswegen wurde auch bewusst das Heck beklebt, damit jeder, der die Baumaschine mit dem Aufkleber Straßenbande sieht, sie mit Lukas Gläser in Verbindung bringt. Das soll ein Markenzeichen werden“, führt Christoph Kübler aus. Was verspricht er sich davon? „Unsere Branche hat leider ein Imageproblem. Sie muss sexy werden und Baggerfahren muss so attraktiv werden wie Playstation zu spielen“, fordert er. Die neue Baumaschine soll darum den Nachwuchs animieren, das Interesse an Bauberufen und einer Ausbildung bei Lukas Gläser wecken, ob im kaufmännischen oder im gewerblichen Bereich.

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Die Firmengruppe betreibt Steinbrüche, Asphaltmischanlagen und auch eine Bauabteilung, bestehend aus Tief- & Straßenbau, Kabelbau, Bau- und Betonsanierung. Beteiligungen in der Transportbeton- und Recyclingindustrie, aber auch im Verkehrssicherungsbereich runden das Portfolio ab. „Inzwischen haben wir eine Ausbildungsquote von acht Prozent. Darauf können wir wirklich stolz sein, wenn man bedenkt, dass die Ausbildungsquote in der deutschen Industrie bei durchschnittlich vier Prozent liegt“, zieht der Geschäftsführer den Vergleich.

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