Jubiläum

Marvin Meyke,

50 Jahre VDBUM

Der Verband der Baubranche, Umwelt und Maschinentechnik e.V. besteht seit 50 Jahren. Pandemie-bedingt finden die Feierlichkeiten zum Jubiläum etwas verspätet im Januar 2022 beim Großseminar in Willingen statt.

Der Vorstand des VDBUM (v.l.): Michael Hennrich, Josef Andritzky, Peter Guttenberger (Präsident), Roland Caillé, Dieter Schnittjer, Jan Scholten und Dirk Bennje (Vizepräsident). © VDBUM

Auch im Jubiläumjahr ist der Verband aktiv: Mit digitalen Veranstaltungsformaten, der VDBUM-Roadshow als neuer Vorführplattform und der Eröffnung der neuen VDBUM-Zentrale in Stuhr. Die Vorstandsmitglieder schildern, warum sie sich im Verband engagieren und wie die VDBUM-Idee ihr berufliches und persönliches Leben bereichert.

Am 10. Februar 1971 versammelten sich die Leiter verschiedener maschinentechnischer Abteilungen mehrerer Bauunternehmen im Großraum Bremen. Ihr Ziel: maschinentechnische Probleme durch Erfahrungsaustausch zu bewältigen. Zu diesem Zweck gründeten sie eine berufsständische Interessenvertretung. Die Abkürzung VDBUM stand damals für Verband der Baumaschinen Ingenieure und -Meister e.V. Bis 2012 hatte dieser Name Bestand, dann erfolgte im Zuge der Öffnung für die komplette Baubranche die Umbenennung in Verband der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik e.V.

Mehr als 11.000 Mitglieder
Bereits ein Jahr nach der Verbandsgründung entstanden die ersten Stützpunkte in Freiburg, Hannover und Stuttgart. Im Laufe der Jahrzehnte wuchs ihre Zahl auf 18 im gesamten Bundesgebiet an. Heute, 50 Jahre nach seiner Gründung, vertritt der VDBUM die Interessen von mehr als 11.000 Mitgliedern der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik. Seit Langem treibt der Verband die Digitalisierung im Baumaschinenbereich voran. Er hat etwa über den Arbeitskreis Telematik die Grundlagen der ISO Norm 15143-3 zur Datenstandardisierung für Erdbaumaschinen geschaffen. „Unser Anspruch war und ist, technische Entwicklungen praxisgerecht voranzubringen, maßgeblich zu begleiten und Mitglieder aktiv zu unterstützen. Dadurch sind wir nicht nur vorn dabei, sondern geben auch
die Richtung bei der progressiven technischen Entwicklung mit vor“, sagt Peter Guttenberger, seit 2005 Vorsitzender, seit 2019 Präsident des VDBUM. „Unsere Mitglieder wissen, dass Einzelkämpfer in unserer schnelllebigen Zeit einen schlechten Stand haben.`Netzwerker´ tun sich leichter, wenn es darum geht, alle an einem Arbeitsprozess Beteiligten zusammenzuführen, um optimale Lösungen zu finden“, konkretisiert Guttenberger die Grundidee des Verbandes.

Anzeige

Technik zum Anfassen
Die Mitglieder des VDBUM sind Teil einer Community, die die Entwicklung von Menschen, Technik und Technologien im Bausektor fördert. Sie haben ständigen Zugriff auf eine Datenbank, die Problemlösungen absichert und das unternehmerische Handeln unterstützt. Sie erhalten die Gelegenheit zur Teilnahme an regelmäßigen Fachvorträgen, Foren und Exkursionen zu Herstellern und Praxisunternehmen und sie profitieren von Sonderkonditionen auf Weiterbildungen und Arbeitshilfsmittel aus dem Dienstleistungsangebot der VDBUM Service GmbH.

„Nach meiner Auslandszeit erfuhr ich dank meinem damaligen Chef 1990 von dem VDBUM und seinen Aktivitäten. Die Besuche der monatlichen Technikforen haben mich dann total begeistert und überzeugt. Technik zum Anfassen, vielschichtig engagierte Kollegen, interessante Netzwerkgespräche“, sagt Michael Hennrich und schließt an: „Dies veranlasste mich erst als VDBUM-Beirat und ab 2005 bis heute im Vorstand diverse technische Fachthemen zu besetzen und voranzutreiben“.

Rund 300 Veranstaltungen hat der VDBUM im Jahr 2019 für seine Mitglieder ausgerichtet. Für viel Zuspruch sorgen die Technik- Foren zu verschiedenen Themen. Auch in Pandemie-Zeiten mussten die Mitglieder nicht auf dieses Format verzichten, denn der Verband verlegte zahlreiche Veranstaltungen von der analogen in die digitale Welt. Dies kam sehr gut an, wie nur ein Beispiel zeigt: An zwei Technik-Foren zum Thema Mantelverordnung nahmen rund 50 Interessierte teil.

Auch Roland Caillé, seit 2017 Vorstandsmitglied, ist durch seinen damaligen Chef auf den VDBUM aufmerksam gemacht worden, kurz nach seinem Eintritt in die Werkstattleitung 1995. „Der erste direkte Kontakt kam auf einem der Technikforen zustande. Abends traf ich ein paar Kollegen, mit denen ich beruflich schon einige Male zu tun hatte. Der Grundstein für das Netzwerk war gelegt und der Beitritt zum Verband besiegelt.“ Seit nunmehr 26 Jahren begleitet ihn der Verband durch das Berufsleben. „Er unterstützt mich bis heute bei wichtigen Themen rund um die MTA und vielen anderen Dingen oder vermittelt mir den hilfreichen Kontakt wenn mein Netzwerk nicht ausreichen sollte“, sagt Caillé. Als Teil eines Teams von Fachleuten aus unterschiedlichen Branchen mit ähnlichen oder sich ergänzenden technischen Aufgabenstellungen und Problemen profitieren Mitglieder von einer einzigartigen Interaktion. Der Ansatz: „Mitglieder helfen Mitgliedern“ hat sich als nutzwerter Ehrenkodex gefestigt und bereits vielfach persönlich und beruflich ausgezahlt.

Eröffnung der neuen Geschäftsstelle
„Bereits in den 1990er Jahren, kurz nach Beginn meiner Tätigkeit in der Baubranche, bin ich sehr schnell auf den VDBUM aufmerksam geworden. Zum damaligen `analogen´ Zeitalter stand für mich die Information in den verschiedenen Facetten der Baubranche im Vordergrund. Sehr schnell stellte ich fest, dass die Kommunikation und der rege Austausch während der Veranstaltungen für mich immer wichtig wurden und meinen beruflichen Alltag bereicherten“, berichtet Dipl. Ing. (FH) EWE Josef Andritzky, der dem VDBUM-Vorstand seit zwölf Jahren angehört. Damit die Kommunikation innerhalb des VDBUM und auch nach außen hin künftig noch effektiver gestaltet werden kann, ist die Geschäftsstelle in Stuhr bei Bremen in den vergangenen zwei Jahren als Ersatzneubau deutlich vergrößert worden. Die 1984 errichtete Zentrale war - trotz einer im Jahr 1997 erfolgten Erweiterung um das Seminar- und Schulungsgebäude - für die vielfältigen Aktivitäten des VDBUM zu eng geworden. Das neue, rund 800 m2 große Gebäude bietet fast doppelt so viel Platz und wird die Homebase für die 18 VDBUM-Stützpunkte im ganzen Bundesgebiet und der Kommunikationsmittelpunkt des Verbandes. Die Eröffnung der neuen VDBUMGeschäftsstelle ist für September dieses Jahres anvisiert.

Mit der VDBUM Jubiläums-Roadshow initiiert der Verband anlässlich seines 50-jährigen Bestehens eine neue Event-Reihe. Sie ermöglicht es den Fördernden Mitgliedern, auch im durch die Pandemie geprägten Jahr 2021 eine Vorführplattform für Baumaschinen anzubieten. Die Road-Show findet vom 10. August bis 14. Oktober in allen 18 VDBUM Stützpunkten statt und bietet Wissenstransfer, Netzwerk und Livepräsentationen in unterschiedlichen Bauprozessen. Im Blickpunkt der Veranstaltungen auf Baustellen, in Steinbrüchen oder Sandgruben steht jeweils eines der vier Schwerpunktthemen „Erdbau im schweren Einsatz“, Kanal- und Rohrleitungsbau“, “Städtische Kompakt- und Elektrobaustelle“ und „digitaler/kommunaler Verkehrswege- und Tiefbau“. Der Verband
organisiert die komplette Infrastruktur der Veranstaltung und übernimmt die fachkundige Moderation der Events.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Newsletter bestellen

Immer auf dem Laufenden mit dem Baugewerbe Newsletter

Aktuelle Unternehmensnachrichten, Produktnews und Innovationen kostenfrei in Ihrer Mailbox.

AGB und Datenschutz gelesen und bestätigt.
Zur Startseite