Aus Baugewerbe Unternehmermagazin 6\2019

Flexibler brechen mit semimobiler Anlage

Die Inhaber Christian und Sebastian Collas der Collas Kies- und Sandwerke betreiben insgesamt drei Kieswerke in 3. Generation. Da das zu verarbeitende Kiesmaterial sehr hart ist, entschied man sich für die Anschaffung einer neuen Brecheranlage, den Nordwheeler 100HPC von Metso.

Geschäftsführer Sebastian Collas (links) und Vertriebsleiter Joachim Höft von Metso Germany vor dem neuen Nordwheelwer 100HPC. © Metso

Die Collas Kies- und Sandwerke GmbH & Co. KG in der Jülich-Zülpicher Börde sind nur wenige Kilometer vom Braunkohle-Tagebaugebiet Etzweiler entfernt. Am Kieswerkstandort Ellen bei Niederzier befindet sich die Recycling­produktion zur Bauschuttaufbereitung, in Morschenich Buir und Golzheim findet man zwei weitere Kieswerke, in denen das Unternehmen produziert.

Überall in der Umgebung sieht man die auffällig gepflegten Bagger und Fahrzeuge der Fa. Collas GmbH – unter anderem beim Abbruch der Bahnbrücke bei Düren oder im Zuge der Verlegung der A4, als das Unternehmen am Bodenaushub beteiligt war. Für Tiefbauarbeiten stehen insgesamt drei Bagger und 16 Lkw zur Verfügung.

Produktion von Edelsplitt
Das Werk in Morschenich Buir, wo sich auch die Kieswäsche befindet, dient unter anderem als Deponie für den Erdaushub. Dagegen befindet sich in Merzenich Golzheim die Splittproduktion: Das Material wird dort ohne Vorbrecher direkt über die Vorabsiebung in zwei Fraktionen verarbeitet. Während Mauersand (0/4) direkt aufgehaldet wird, gelangt das 2/63 Material für die Edelsplittproduktion in den Nordwheeler 100HPC von Metso.

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Alt und neu im Parallelbetrieb
Collas verarbeitet darüber das aufgegebene 2/63-Material zu Endkörnungen von 0/2, 2/5 und 5/16 mm. Da sich die Anlage über Jahrzehnte hinweg bewährt hat, wollte man zur Sicherung der Qualitätsstandards das Niveau unter allen Umständen halten und entschied sich 2018 für das Nachfolgemodell. Die alte Anlage wurde nach Lieferung des Nordwheelers im Herbst nicht komplett ausgemustert, sondern dient weiterhin als unterstützendes Aggregat.„Sicherlich wäre auch eine stationäre Anlage eine Option gewesen, doch hätten wir dazu geeignete Fundamente und den nötigen Stahlbau errichten müssen. Mit der semimobilen Anlage haben wir die besten Erfahrungen gesammelt und sind nach wie vor etwas flexibler“, so Sebastian Collas.

Keine unnötigen Experimente
Das zu verarbeitende Kiesmaterial von Collas ist sehr hart und lässt sich nach den Erfahrungen der beiden Unternehmer am besten über die Metso-Anlage verarbeiten. Vergleiche mit Brechern anderer Hersteller fielen zugunsten des Nordwheeler aus. „Neben Basaltsplitt bieten wir unseren druckfesten Kiessplitt an. Über unsere CE-Zertifizierung erfüllen wir die Anforderungen der TL-Gesteinskörnungen für Asphalt. Außerdem können wir fundierte Prüfberichte zum Einsatz unseres Materials als Pflaster­splitt vorlegen. Die Stabilität unserer Ergebnisse hinsichtlich Kornformität und Druckfestigkeit wollten wir deshalb durch weitere unnötige Experimente nicht ins Wanken bringen“, führt Sebastian Collas weiter aus.

Installation und Inbetriebnahme des neuen Nordwheelers verliefen reibungslos. Das junge Team beabsichtigt auch in Zukunft, das Angebot für die Asphalt­industrie und einzelne Tiefbauvorhaben auszubauen. „Wir bedienen maßgeblich unsere eigenen Bauvorhaben, Privatabnehmer sowie kleinere Unternehmen in der Umgebung, die ­unsere Qualitäten schätzen und mitunter auch auf unsere Materialboxen zurückgreifen.“ Collas ist der einzige Betrieb im Kreis, der asphalttauglichen Kies mit ­diesen Qualitätsmerkmalen anbietet.

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