Tunnelsanierung

Susanne Frank,

Eine Fräse im Tunneleinsatz

Bei der Sanierung des Hasselborner Tunnels in Mittelhessen nutzte das beauftragte Bauunternehmen Baresel eine Flächenfräse von Kemroc. Das Tunnelgewölbe sollte partiell abgefräst werden, um die betroffenen Stellen anschließend für einen lokalen Neuaufbau der Tunnelschale mit Spritzbeton und Kunststoffabdichtungen auszukleiden.

Mit der Flächenfräse Kemroc EX45 HD wurde an betroffenen Stellen das Tunnelgewölbe aus Ziegelmauerwerk gleichmäßig rund 25 bis 30 cm tief abgefräst. © Kemroc

Der 1.300 m lange Hasselborner Tunnel in Mittelhessen war nach rund hundert Jahren sanierungsbedürftig. Der Tunnel wurde zwischen 1910 und 1912 aufgefahren und unterhalb des Kämpfers aus Naturstein- sowie im Bereich des Gewölbes von 9 bis 15 Uhr aus Ziegelmauerwerk erbaut. Eine Sanierung der Tunnelauskleidung war notwendig geworden, um das Eindringen von Wasser zu verringern. Dazu sollte das Tunnelgewölbe partiell abgefräst werden, um die betroffenen Stellen anschließend für einen lokalen Neuaufbau der Tunnelschale mit Spritzbeton und Kunststoffabdichtungen auszukleiden. Den Zuschlag für diese Arbeiten erhielt das Bauunternehmen Baresel GmbH aus Leinfelden-Echterdingen. Für die Fräsarbeiten entschied man sich für den Einsatz einer Kemroc-Flächenfräse EX 45 HD. Der Einsatz dieser Flächenfräse versprach einen hohen Fräsfortschritt sowie geringe Erschütterungen am Bagger und im Grundgebirge. Im Hasselborner Tunnel sollte ziemlich gleichmäßig 25 bis 30 cm tief ins Ziegelmauerwerk gefräst werden, deswegen wählte man die Variante mit mechanisch justierbarer Tiefeneinstellung.

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Flächenfräse plus Tiltrotator
Der Exactor kann in jeder räumlichen Position betrieben werden – sogar über Kopf wie etwa im Tunnelbau. Die räumliche Enge im eingleisigen Hasselborner Tunnel war jedoch eine gewisse Herausforderung: Der Zweiwegebagger konnte in dem engen Tunnel mit rund 5 m lichter Weite und 5,20 m lichter Höhe nicht drehen und damit auch den Anstellwinkel der Anbaufräse am Tunnelgewölbe nur geringfügig verändern. Darum wurde die Flächenfräse an einen Tiltrotator montiert. So konnte der Baggerfahrer mit wenigen Joystick-Bewegungen die Fräse in den passenden Anstellwinkel an der Tunnelschalung bringen. Der Maschinist setzt die Fräse an einer bestimmten Stelle des Gewölbes an, fräst bis zur eingestellten Tiefe ins Ziegelmauerwerk und fährt dann axial fünf Meter weit voran. Das abgefräste Material fiel auf den bereitgestellten Plattformwagen. So war auch der Abtransport des Fräsgutes eine saubere Sache. Nur die aus hartem, gemauertem Naturstein bestehenden Bereiche unterhalb des Kämpfers mussten herkömmlich mit einem Hydraulikhammer bearbeitet werden.

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