Telekran im Einsatz

Marvin Meyke,

Ein Telekran im Brunnenbau

Die Anforderungen an die Instandhaltung von Brunnen sind mannigfaltig. Darum setzt die OCHS Bohr GmbH auf neue Technologie und Gerätschaften. So auch auf der Brunnenbaustelle im Landkreis Roth, bei der ein flexibel einsetzbarer 16 Tonnen Telekran von Sennebogen zum Einsatz kommt.

Für OCHS Bau übernimmt der Sennebogen 613 E die mechanische Brunnen­regenerierung im Wendelsteiner Staatsforst. © Sennebogen

Seit Mitte Januar hat die Firma OCHS Bohr ihren siebten Sennebogen Kran im Bestand, der neben einem weiteren Telekran noch fünf Seilbagger umfasst: „Wir haben in unserer Abteilung Brunnenbau nur Sennebogen-Maschinen im Einsatz, auch die älteren Modelle laufen noch hervorragend“, so Jürgen Nedic, Bauleiter bei OCHS Bohr.

Seine erste Mission führt den mobilen 16-Tonnen Telekran in den Wendelsteiner Staatsforst. Dort wird er zur Reinigung von Brunnen nach dem Prinzip „Kolben und Bürsten“ eingesetzt. Hierbei wird eine am Gestänge geführte Brunnenbürste mit darüber liegender Kolbenscheibe in den Bereichen der Filterrohre auf und ab bewegt, um so ungewünschte Ablagerungen, die der Brunnenalterung geschuldet sind, von den Filterschlitzen loszulösen. Die Länge der Gestänge, die nach und nach in Tiefen bis mehr als 100 Meter vordringen können, beträgt drei Meter.

Obwohl aus Brunnen überwiegend klares Wasser gepumpt wird, finden in den Klüftungen der Gesteinsformationen meist chemische Abläufe statt, welche im Lauf der Jahre zu unerfreulichen Ablagerungen führen und später einen immer stärker werdenden Leistungsabfall des Brunnens verursachen. Diese Vorgänge werden als „Brunnenalterung“ bezeichnet. Nachdem die Regeneriereinheit am drei Meter langen Gestänge in den Brunnen eingefahren und platziert wurden, steuert Brunnenbauer und Kranführer Dieter Felleiter den 16 Tonnen Kran mittels Funkfernsteuerung außerhalb der Maschine. So kann er währenddessen direkt an den Brunnen herantreten und sich mit seinem Kollegen Julian Meisinger verständigen.

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Kompakt, transportierbar und gut im Handling
Warum man sich bei OCHS Bohr dazu entschieden hat, einen mobilen Sennbogen Telekran einzusetzen? Für Jürgen Nedic liegen die Vorteile auf der Hand: „Mit einem Telekran kann man einen größeren Arbeitsbereich abdecken und ist einfach flexibler. Die Anforderungen bei der Brunnenregenerierung: Er muss heben und senken, keine Schlagarbeiten verrichten. Dabei aber kompakt und flexibel einsetzbar sein und unter Last verfahren können.“ Klingt nach einem passenden Einsatzfeld für den Sennebogen 613 E, der in der Mobilversion mit 4 x  4,35 m ein kompaktes Abstützquadrat bietet. Dabei punktet er mit Mobilität und Geländegängigkeit, auch auf unebenem Waldboden. Bei dieser Maßnahme bearbeitet die Firma Ochs insgesamt drei Brunnen, verteilt auf den ganzen Forst und jeweils rund 1,5 Kilometer voneinander entfernt. 

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