Aus Baugewerbe Unternehmermagazin 9\2020

Marvin Meyke,

Einwalzenzerkleinerer: Flexibilität neu gedacht mit Methor

Doppstadt verfolgt einen neuen Ansatz: Mit dem Methor präsentiert das ­Unternehmen erstmalig einen Slow Speed Shredder, der speziell für die ­Verarbeitung kleiner Volumenströme entwickelt wurde. Ziel des Anlagenkonzepts: der laut Unternehmen wahrscheinlich variabelste Einwalzenzerkleinerer der Welt.

© Doppstadt Gruppe

So sollen die Vorzüge der Doppstadt-Technik erstmalig auch Kunden zur Verfügung ­stehen, die geringe Mengen, häufig wechselndes ­Material oder Sonderchargen zerkleinern. Zerkleinern wird nicht einfacher, wenn die Materialmenge abnimmt! Im Gegenteil: Kleine Volumenströme effizient zu verarbeiten, ist eine Herausforderung. Das Velberter Unternehmen hat sein gesamtes Know-how gebündelt und mit dem Methor einen langsam laufenden Shredder entwickelt, der professionelles Zerkleinern für unterschiedliche Anwendungsbereiche attraktiv macht. Mit dem Methor können beispielsweise Containerdienste oder auch kleinere Wertstoff- und Recyclingbetriebe von den Vorteilen einer eigenen, hochwertigen Zerkleinerungslösung profitieren.

Der Methor erlaubt es seinem Nutzer, auf wechselnde Herausforderungen zu reagieren. Er ist modular aufgebaut, jede Maschine entsteht nach dem Baukastenprinzip. Das beginnt bereits beim Antrieb. Standardmäßig haben Kunden die Wahl zwischen einem Diesel- oder Elektro­motor. Aber auch eine Variante ohne eigenen Antrieb ist denkbar, da der Antriebsstrang auch mit externen ­Motoren kombinierbar ist. Je nach Einsatz­bedingungen kann der Methor als Hakenlift-Variante oder mit einem Kettenfahrwerk zum eigenständigen Versetzen ausgerüstet werden. Für den stationären Einsatz ist auch das Schneidwerk als alleinstehende Komponente erhältlich.

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Durchdachtes Zerkleinerungssystem
Das Zerkleinerungssystem ist das Herzstück des Methor. Hier setzt Doppstadt nach eigenen Angaben neue Maßstäbe: Der Methor ist demnach der einzige Einwalzenzerkleinerer in seiner Klasse mit schraubbaren Werkzeugen – und gleichzeitig das System mit der wohl größten Werkzeugauswahl. Dafür stehen Walzen mit verschiedenen Zahngrößen in S, M, L oder XL zur Verfügung. Er lässt sich innerhalb von 60 Minuten umrüsten. Um auch bei der relativ klein dimensionierten Zerkleinerungskammer des Methor eine Prozesssicherheit zu ermöglichen, ist die Walze quer eingebaut. So wird das Material in Förderrichtung des Bandes ausgetragen.

Neues Antriebs- und Zufuhrkonzept
Ein weitere Neuheit des Methor ist der ­sogenannte ­HydraulicDirect Drive. Dieser hydraulische Antrieb passt die Leistung des Zerkleinerungssystems stufen­los an den Bedarf an. Gleich­zeitig wird das Lastmoment am Antrieb kontinuierlich ­optimiert, was sich positiv auf Verbrauch und ­Verschleiß ­auswirkt. Wenn der Pumpendruck durch eine Blockade sprunghaft ansteigt, schwenkt der Antrieb automatisch in ein Reversierprogramm. So schützt der Methor sich selbsttätig vor Beschädigungen. Eng verknüpft mit dem HydraulicDirect ­Drive arbeitet die lastgesteuerte Materialzufuhr Smart Hopper. Sie nutzt den Pumpendruck des Antriebs, um die ­Neigung des Aufgabetrichters zu steuern. So kann der Methor abhängig von seiner aktuellen Maschinen­belastung beladen werden.

Mit seinem robusten Aufbau, seiner punkt­genauen Leistung und seiner außergewöhn­lichen Flexibilität reiht sich der Methor ­nahtlos in die „Smart Solutions“ von Doppstadt ein, meldet das Unternehmen. Für leistungsstarke Prozess­ketten lässt er sich zum Beispiel mit dem ­Windsichter ­Airflex 1500, der Trommel­siebmaschine Flex 518 oder dem Selector 400 mit dem Spiralwellen­siebdeck SWS kombinieren. Und auch das ­Bedienkonzept berücksichtigt, dass der Methor in sehr unterschiedlichen ­Arbeits­umgebungen eingesetzt wird. Neben dem ­intuitiven Bedienpanel am Gerät sind ­Kernfunktionen auch per Funk­fernbedienung ansprechbar. Zudem kann der Methor einen WLAN-Hotspot aufbauen, sodass die Anlage über jedes beliebige internet­fähige ­Endgerät mittels ­einfachem Browser ­eingestellt und ­überwacht ­werden kann. Nach einer intensiven ­Testphase ­wurde der Methor in den Markt ­eingeführt. Denn auch wenn alle ­großen ­Branchenmessen aktuell abgesagt oder ­verschoben surden, fand der Launch und ­anschließende Vertrieb im Mai 2020 statt.

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