Brech- und Siebanlagen

Marvin Meyke,

Elektrisch recycelt

An seinem Standort im Recyclingpark Neckartal in Stuttgart wird Fischer Weilheim eine neue Gipo Anlage einsetzen. Bei der Giporec R 131 FDR GIGA E handelt es sich um die erste, rein elektrisch betriebene mobile Brech- und Siebanlage von Gipo in Deutschland.

© GIPO

Die neue Giporec R 131 FDR GIGA E ist komplett in Orange gehalten – übrigens die Hausfarbe von Fischer Weilheim. Auf einer neu asphaltierten Fläche vor den grau-blauen Lüra-Stahlwänden ist das allein schon eine überaus interessant wirkende Kombination. Hinter den Stellwänden verbergen sich mächtige Travertin-Wände eines Steinbruchs und zwar des ehemaligen Lauster-Steinbruchs in Stuttgart-Münster. Von den alten Werksgebäuden ist als wohl markantestes Gebäude noch die Vierkranhalle erhalten, darunter liegt eine weitere langgestreckte Halle, und dazu gibt es noch die alte „Villa“ Lauster. Das alles wirkt bei weitem nicht „alt“, ganz im Gegenteil: Es wird noch kräftig gearbeitet, die zukünf­tige Struktur und Nutzung ist aber schon deutlich erkennbar: Es ist der neue Recyclingpark Neckartal, der dem alten Gelände eine ganz neue Zukunft eröffnet.

Drei in der Region bekannte Familienunternehmen haben sich dafür zusammengetan, die Karle Recycling GmbH, die Degenkolbe Recycling GmbH und Fischer Weilheim. Die drei Unternehmen betreiben auf den unterschiedlichen Ebenen des ehemaligen Steinbruchs neben einem Wertstoffhof für Privathaushalte und Gewerbe auch Papier- und Kunststoffrecycling sowie eine Recyclingschotterproduktion. Und mittendrin die neue Giporec.
Breit aufgestellt

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Recyclingschotterproduktion, das ist das Stichwort für Fischer Weilheim und ihren Aufgabenbereich im Recyclingpark Neckartal. „Der Erdbau, Rückbau und Abbruch, die dazu notwendigen Transporte, Verwertungs- und Entsorgungslösungen und natürlich Recycling sind unsere wesentlichen Schwerpunktthemen, die wir in unserer Unternehmensgruppe immer im ganzheitlichen ­Sinne bearbeiten,“ so Hans-Jörg Fischer. Breit auf­gestellt, passt der Recyclingpark in der Neckartal­straße hervorragend ins Portfolio. „Das stimmt, diese Fläche ist die ein­zige immissionsschutzrechtlich genehmigte Fläche in Stuttgart, wo es unter vielen Auf­lagen möglich ist, in unmittelbarer Stadtnähe Recyc­ling zu betreiben. Und das wollen wir auf jeden Fall auch unter den besten Bedingungen machen.“ Anfang März des letzten Jahres kam die langersehnte Genehmigung des Regierungspräsidiums Stuttgart, seither laufen die Fertigstellungsarbeiten auf Hochtouren.

Mit der Übergabe der neuen Giporec kann jetzt die nächste Stufe des Regelbetriebes starten, für Hans-Jörg und Christoph Fischer mindestens fast genauso wichtig wie die Genehmigung des Platzes. „Mit Gipo verbindet uns schon eine sehr lange und auch sehr positive Geschichte“, so Hans-Jörg Fischer. „Schon seit Anfang der 1990er Jahre hatten wir mehrere Gipo Brecher und Siebanlagen im Einsatz, mit denen wir immer sehr zufrieden waren. Die letzte war eine Giporec R 150, die fast 11.000 Betriebs­stunden hatte, aber bei den räumlich engen Baustellen einfach zu groß geworden war. Als es um die Entscheidung für eine Neuanschaffung ging, sind wir zur Steinexpo gefahren, um uns möglichst umfassend zu informieren. Wir haben uns verschiedene Anlagen angeschaut, sie auch getestet – aber letzten Endes sind wir doch wieder bei Gipo geblieben.“

Individuelle Lösung gefragt
Und was war der ausschlaggebende Faktor? Auch da sind sich Hans-Jörg und Christoph Fischer einig: „Eigentlich ist es die Summe vieler Faktoren. Wie wir ist Gipo ein Familienunternehmen, das passt von der Größe und der Philosophie. Und wir brauchten kein Produkt von der Stange, sondern eine ganz individuelle Lösung, die uns Gipo nicht nur realisieren, sondern kostenseitig auch vernünftig darstellen konnte. Wir schätzen zudem die Betreuung und den Service, der uns schon in der Vergangenheit nie im Stich gelassen hat. Das ist eine Verbindung, die uns über die Lösung unserer Aufgabenstellung hinaus begleitet.“

Die Aufgabenstellung im Recyclingpark war in der Tat nicht ganz einfach: Relativ kleine Platzverhältnisse lassen keine großen Lagerflächen zu, sowohl für die Inputmaterialien wie auch für den Output. Daher transportiert ein neu installiertes Förderband das fertig gebrochene Material von der Aufbereitungsfläche über 100 Meter zwei Ebenen höher zur eigentlichen Output-Lagerfläche. Dabei werden 25 Höhenmeter mit einer Steigung von 20 Grad überwunden und miteinander verbunden
Das überwiegend von eigenen Baustellen stammende mineralische Aufbruch-, Betonmaterial, dessen Analysewerte vor Anlieferung schon vorliegen müssen, wird auf den Baustellen grob vorsortiert oder vorbereitet, die endgültige Aufbereitung zu qualitätsüberwachtem Recyclingschotter 0/45 mm geschieht dann mit der Gipo. „Auch ein Vorteil“, wie Christoph Fischer anmerkt, „der Aufwand auf der Baustelle wird reduziert und wir können die Baustellen insgesamt kostengünstiger abwickeln.“
Die engen Platzverhältnisse bedingen auch die Größenordnung des Prallbrechers: „Wir waren nicht auf die brutale Leistung aus, sondern eher auf eine funktionierende und ein gutes Endprodukt liefernde Anlage. Im innerstädtischen Umfeld wollen wir mit unserer Gerätetechnik einen lärm- und staubarmen Betrieb gewährleisten. Deshalb haben wir uns gemeinsam mit Gipo für eine elek­trische Brech- und Siebanlage entschieden!“

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