Siebanlagen

Marvin Meyke,

Doppeltrommel-Sieb auf „grüner Mission“

Im Landkreis Nordhausen kommt künftig eine nach Kundenwunsch gebaute Zemmler Doppeltrommel-Siebanlage MS 5200 zur Verwendung von Grüngut als Brennstofffraktion in Heizwerken zum Einsatz.

© Zemmler Siebanlagen

In grüner Mission unterstützt eine Zemmler Doppeltrommel-Siebanlage MS 5200 die Süd­harzwerke am Standort in Nentzelsrodeim Landkreis Nordhausen. Bislang wurde das dort gesammelte Grüngut vollständig einer Kompostierung unterzogen. Künftig ist jedoch geplant, ein Teil des Grünguts so aufzubereiten, dass es als Brennstoff­fraktion in Heizwerken verwendet werden kann.

Hierfür lieferte die Zemmler Siebanlagen den Südharzwerken mit der MS5200 eine Maschine mit einer Siebleistung von bis zu 150 m3/h, CAT Motor EU Stage V, verlängerten Bändern an der Mittel­fraktion und Grobfraktion, Wetterschutzdach, hydrau­lischen Stützfüßen, vier Arbeitsscheinwerfern und Profilgurt für den Bandaufgeber. Über die Fern­bedienung werden die hydraulischen Stützen ausgefahren, die Arbeitsscheinwerfer eingeschaltet und die Bänder ausgeklappt. Nach Kundenwunsch wurde die Maschine mit einem 20 mm Außensieb ausgestattet, aufgrund des Aufbaus der Doppeltrommel wird eine Zwischenfraktion von 20-150 mm erzeugt.

5.860 Tonnen Grüngut in 2018
Die Grüngutmenge im Jahr 2018 zur Verarbeitung am Standort Nentzelsrode betrug insgesamt 5.860 Tonnen und stammt aus den Grünabfallentsorgungstouren und kommunalen und gewerblichen Anlieferungen. Der Prozessablauf der Behandlung von Grüngut von der Annahme über die Aufbereitung bis zur Verwertung ist so geplant, dass die Aufbereitung des Grünguts ausschließlich am Standort Nentzelsrode stattfindet. Das gesammelte, unzerkleinerte Grüngut soll zunächst auf 150 mm geschreddert und anschließend für zwei bis sechs Wochen zur biologischen Trocknung aufg­esetzt werden. Die durch Selbsterhitzung des Materials erfolgende Trocknung erleichtert die darauffolgende Absiebung des Grünguts. Diese wird mit dem Zemmler-Doppeltrommelsieb durchgeführt, wobei drei Fraktionen erzeugt werden, ein Unterkorn, ein Mittelkorn und ein Überkorn. Das Überkorn soll zum Schreddern dem frischen Grüngut wieder beigemischt werden. Das Unterkorn soll entweder als Strukturmaterial dem Gärrest aus der Biogutver­gärung zur lntensivrotte beigemischt oder zu einer mindestens sechswöchigen Rotte als Grüngutmiete aufgesetzt werden.

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Während der Rottezeit erfolgt die geforderte Hygienisierung. Dabei sollen ein mindestens einmaliges Umsetzen, Kontrollen der Temperatur und Feuchte sowie eine Chargendokumentation stattfinden. Nach der Rottezeit soll eine weitere Absiebung mit einem Trommelsieb erfolgen, bei der das Material kleiner als 10 mm den Prozess als Gütekompost verlässt und das Material größer als 10 mm wieder der Rotte zugemischt wird. Das Mittelkorn wird den Grüngut-Brennstoff darstellen, der zur Verwertung abgegeben wird. Die Verbrennung erfolgt im neu errichteten Heizwerk im Zentrum Nordhausens.

Dieser Beitrag erschien in Ausgabe 4/2021

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