Recycling

Marvin Meyke,

Robust für schwere Brocken: Raupenmobiler Prallbrecher von GIPO

Seit Juli 2019 ist bei Alois Miller und Schwaben Recycling (SRC) ein Giporec R 100 FDR Giga im Einsatz. Der raupenmobile Prallbrecher überzeugte seine neuen Eigentümer.

© GIPO

Die neue Giporec ersetzt den vorherigen Brecher. Der raupenmobile Prallbrecher mit einer angeschlossenen Siebeinheit wird bei der Alois Miller – Schwaben Recycling GmbH ausschließlich für Recyclingmaßnahmen eingesetzt. Das umfasst die Aufbereitung der angelieferten mineralischen Abbruch- und Baustoff-Recycling-Materialien auf dem eigenen Recyclinghof wie auch den Einsatz auf den entsprechenden Baustellen vor Ort. Motorseitig ist ein moderner Caterpillar-Dieselmotor Typ C9 Acert mit 261 kW mit integriertem Partikelfiltersystem eingebaut. Herzstück ist der robuste und leistungsfähige Prallbrecher vom Typ P 100 mit einem Prallmühlen-Einlauf von 970 x 920 mm und einem Rotordurchmesser von 1.200 mm. Die Gipo-Prallmühle ist mit einer großen Nachsiebmaschine kombiniert, die gerade im Recyclingeinsatz verschiedene Vorteilen mit sich bringt.

Der Brecherantrieb erfolgt hydraulisch. Mit der separaten 2-Deck Vorabsiebung erreicht man eine Steigerung der Endproduktqualität durch das Ausscheiden des verschleißintensiven Feinmaterials, des plattigen Korns und eventueller Verunreinigungen. Damit wird nicht nur die Brechleistung erhöht, sondern ebenso der Verschleiß verringert.

Der Brecheraustrag erfolgt über die bewährte Austragsrinne und ein Förderband mit einer Gurtbreite von 1.200 mm. Dieses breite Austragsband verhindert lästige Materialstauungen unter dem Rotor und an den Übergabestellen, zugleich wird die Materialschichthöhe wesentlich reduziert. Dies macht sich speziell im Recyclingbereich positiv bemerkbar, da eventuell vorhandene Eisenteile noch besser vom Überbandmagnetscheider erfasst werden können. Der Permanentmagnet ist dabei in der Längsrichtung beim Übergang vom Förderband auf den Brecheraustrag der Siebmaschine angeordnet. Das gebrochene Material wird anschließend von der großen 2-Deck Siebmaschine mit einer Siebfläche von 1.500 x 3.500 mm abgesiebt. Das Überkorn kann wahlweise seitlich ausgetragen oder in die Aufgaberinne zurückgeführt werden. Das Förderband zur Überkornrückführung kann als Haldenband auf einer stabilen Drehkonsole um 180 Grad hydraulisch geschwenkt werden.

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Geschäftsführer Bernhard Miller und Sohn Kevin Miller sind beide von der neuen Giporec sehr angetan. © GIPO

Im sogenannten Überkornkornkreislauf ist ein Windsichter installiert. Damit werden Leichtstoffe wie Holz, Kunststoff und andere leichte Fremdmaterialien mit Hilfe einer speziellen Luftdüse aus dem Materialstrom ausgeblasen. Das Materialflusskonzept selbst vermeidet wie bei den anderen Gipo-Anlagen eine Verengung des Materialstromes, die Systembreiten der Förderelemente „öffnen“ sich in Materialflussrichtung. Das einfache An- und Abkuppeln der Siebeinheit an die

Brechanlage erfolgt mittels Hydraulikzylinder ohne fremdes Hebegerät. Dank der guten Zugänglichkeit ist ein einfaches und schnelles Wechseln der Siebbeläge problemlos möglich.

„Bei Gipo sieht keine Maschine wie die andere aus, wir konzipieren alle Maschinen immer genau auf die Bedürfnisse der Kunden“, erläutert ergänzend Marco Cammarata von GIPO. Das wird auch bei dieser Anlage deutlich, wie Bernhard Miller, Geschäftsführer von Alois Müller und Schwabenrecycling, bestätigt: „Um die Anlage auf unserem vorhandenen Tieflader transportieren zu können, musste Gipo das Chassis entsprechend modifizieren. Damit konnte der notwendige Permanentmagnet auch an der gewünschten Stelle installiert werden, und noch wichtiger, die Gewichtsverteilung mit dem leicht geänderten Rahmen passt wieder optimal!“

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