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Überarbeitung der Rundfunkbeiträge gefordert

Der Verband Bauwirtschaft Nordbaden appelliert an die GEZ, die neue Beitragsordnung zu überarbeiten, da sie in der jetztigen Form eine deutlichen Kostensteigerung für die Betriebe zur Folge hat.

Bauhandwerksbetriebe müssen nun für jedes ihrer Fahrzeuge Rundfunkbeiträge bezahlen. (Abb.: motograf / pixelio.de)

"Die neue Rundfunkbeitragsregelung bedarf dringender Nachbesserung", so Thomas Möller, Geschäftsführer des Verbandes Bauwirtschaft Nordbaden. Laut der zum 1. Januar 2013 neu eingeführten Beitragsordnung werden Beiträge unabhängig von der Anzahl der tatsächlichen genutzten Rundfunk- und Fernsehgeräte erhoben.

"Unsere Mitgliedsbetriebe müssen nun für jede ihre Niederlassungen, vor allem aber auch für jedes ihrer Fahrzeuge Rundfunkbeiträge bezahlen. Dabei besitzen viele der auf den Baustellen genutzten Transportfahrzeuge gar kein Radio. Doch dies findet in der Beitragsordnung keine Beachtung", kritisiert er.

Laut GEZ-Rechnung fallen ab sofort für jedes betrieblich genutzte Kraftfahrzeug Beiträge in Höhe von 5,99 Euro pro Monat an.

"Für unser Unternehmen haben sich die Rundfunkbeiträge durch die neue Regelung verdoppelt, ohne dass auch nur ein Radio oder Fernseher mehr angeschafft worden wäre. Und das Absurde daran: Wir müssen für 100 Fahrzeuge Rundfunkbeiträge zahlen, in die gar kein Radio eingebaut ist! Das ergibt keinen Sinn", so Kai-Uwe Sax, Geschäftsführer der Sax+Klee GmbH Bauunternehmung Mannheim.

"Wir appellieren an die GEZ, die neue Beitragsordnung dringend zu überarbeiten und verträgliche Beiträge zu verlangen. Wenn sich die GEZ auf Grund des massiven Protestes der Kommunen plötzlich gesprächsbereit zeigt, ist dies grundsätzlich ein positives Signal. Die GEZ muss dann jedoch auch die berechtigten Belange der Wirtschaft berücksichtigen und darf die Unternehmen nicht im Regen stehen lassen", fordert Thomas Möller.


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