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So läuft es wie am Schnürchen
Effiziente Unternehmensabläufe bedürfen ei-ner kontinuierlichen Optimierung durch den Firmenchef. Wir zeigen auf, wie Sie dies mit frühzeitiger und systematischer Vorgehensweise erfolgreich schaffen können.
Autor: Theo Bergauer
Wenn zehn Ruderer in einem Boot sitzen und nach vorne kom-men wollen, sollten sie gleichzeitig und synchron rudern, sonst verschwenden sie viel Muskelkraft, drehen sich nur im Kreis oder rudern mal hierhin und mal dorthin, ohne zum Ziel zu gelangen. Römische Galeeren hatten einen Antreiber, der den Takt mit Schlägen auf einer Trommel vorgab.
Das Modell ist für die moderne Zeit unbrauchbar geworden. Dass wir im Bauunternehmen viele Abläufe koordinieren müssen und wir dafür auch ei¬nen "Antreiber" oder besser Steuermann brauchen, damit diese reibungslos laufen, ist jedoch nach wie vor aktuell.
Im Baugewerbe greifen Abläufe oft über die Grenzen des eigenen Unternehmens hinaus. Gerade in Arbeitsgemein-schaften, in denen von der Erschließung über den Rohbau bis zur Schlüsselübergabe jeder Beteiligte nur einen Abschnitt zu verantworten hat, müssen Abläufe intern wie extern besonders gut koordiniert werden. Das ist oft nicht leicht, denn kleinere Gewerke werden meist von Handwerkern verantwortet, die es gewohnt sind, eigenverantwortlich Entscheidungen zu treffen. Jetzt aber werden eben jene Unternehmer plötzlich zu Mitarbeitern in einem Projekt.
Das Wort Projekt leitet sich vom lateinischen Wort proiectum ab und bedeutet "das nach vorn Geworfene". Nur zu oft werden Beteiligte in Unternehmen bei Projekten tatsächlich nach vorn, nämlich ins kalte Wasser, geworfen. Vielfach verfügen Mitarbeiter über ihre Fachkenntnisse hinaus über keinerlei Kenntnisse im Projektmanagement. Die möglichen Fol¬gen sind erheblich: Von ineffizienten Abläufen über verpasste Termine und gesprengte Kostenrahmen bis zum völligen Scheitern des Projekts.
Wirtschaftlichkeit steht im Fokus
Effiziente Abläufe helfen in einer Organisation und darüber hin-aus, das steht außer Frage. Wie in allen anderen Bereiche allerdings auch, ist das Maß entscheidend, ob die Effizienz auch wirtschaftlich ist. Manche Unternehmen verstricken sich in organisatorischen Regeln, die Mitarbeiter regelrecht daran hindern, tatsächlich effizient zu agieren. Ein Grundsatz könnte hier lauten: Soviel Organisation wie nötig und so wenig wie möglich!
In diesem Zusammenhang spielen zwei Arten, wie Regeln in einem Bauunternehmen überhaupt entstehen, eine entscheidende Rolle: Zum einem gibt es die offiziell eingeführten Regeln, die Abläufe steuern sollen, aber nicht immer von allen Mitarbeiter mitgetragen werden. Zum anderen sind da noch die informellen Regeln, die aus Arbeitsprozessen heraus entstehen, zum Teil aber nur einem bestimmten Mitarbeiteranteil bekannt sind.
Beides keine allzu gute Ausgangsbasis bei der Organisation von Abläufen und Projekten im Baugewerbe.
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