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Bauunternehmerporträt (45): "Sind ein Partner mit dem man gerne baut"
Das Bauunternehmen Schlüter aus Nordhorn blickt auf eine 130jährige Firmenhistorie zurück. Geschäftsführer Jan Boll sprach mit uns über die Firmenphilosophie und Unternehmenswerte, auf die er auch zukünftig bauen will.
Am 1. Januar 2009 war es soweit: Bauunternehmer Heinrich Portheine übergab die Schlüter Bau an seinen Nachfolger. Nachdem er fast 50 Jahre erfolgreich die Geschicke des Familienbetriebes aus Nordhorn lenkte. Mit dem neuen Firmenchef Jan Boll fing ein neues Kapitel in der langen Firmengeschichte an.
1878 gründeten die beiden Brüder Wilhelm und Johann Schlüter den Betrieb unter den Namen "Gebrüder Schlüter" in Bad Bentheim. Im Jahr 1933 zog Bauunternehmer Heine Schlüter mit dem Betrieb nach Nordhorn, wo man fortan als Schlüter-Portheine Bau GmbH firmierte.
1957 kam Heinrich Portheine als Lehrling in den Betrieb. Sein Großonkel hatte ihn schon frühzeitig als Erben auserkoren, und bildete ihn persönlich aus. Schnell musste es gehen, und dies tat es auch. Mit 23 Jahren machte er den ersten mit 26 seinen zweiten Meisterbrief. 1964 trat er die Nachfolge seines Großonkels als Firmenchef an.
Fast 50 Jahre den Betrieb geprägt
Von da an stand er bis Ende 2008 an der Spitze des Nordhorner Familienbetriebes. Mit seinem besonderen Gespür für Marktchancen und Geschäftsfelder spezialisierte er sich auf den Ein- und Zwei-Familienhausbau in der Region. "Schon frühzeitig habe ich mich darauf konzentriert Grundstücke zu erwerben, um dort zu bauen und anschließend die komplette Immobilie zu verkaufen", berichtet Heinrich Portheine.
Die Geschäfte liefen gut, und das Bauunternehmen erwarb sich einen Namen als zuverlässiger, ehrlicher und korrekter Partner, mit denen man gerne Geschäfte machte. "Ich stand immer zu meinen Wort, was bei den Kunden gut ankam und eine Vertrauensbasis schuf", erklärt er.
Darauf kann und will auch der heutige Firmenchef Jan Boll bauen. "Wir sind ein zuverlässiger Partner, dem man vertraut und mit dem man gerne baut", bringt er es auf den Punkt. Deshalb steht bei ihm der faire und partnerschaftliche Umgang mit den Kunden ganz oben auf der Agenda.
Optimierung der Abläufe angestrebt
60 % der Aufträge generiert man aus der Region, die restlichen 40 % setzten sich aus verschiedenen Baustellen im gesamten Bundesgebiet zusammen "Alleine von den Aufträgen im Umland könnten wir nicht erfolgreich existieren. Wir fahren schon rentablen Aufträgen hinter her", informiert Jan Boll.
Um die Baustellen und generell die Abläufe noch effizienter zu gestalten, hat sich der Bauunternehmer einen externen Berater in den Betrieb geholt. Gerd Fassmann, Geschäftsführer des Zeittechnik-Verlag GmbH aus Neu-Isenburg, unterstützt Jan Boll z.B. durch Stundenprogramme für die Baustelle. "Mit Hilfe von konkreten Zeitvorgaben konnten wir bei einem Objekt unterm Strich fast 20 Prozent an Stunden gut machen", veranschaulicht Bauunternehmer Jan Boll das Vorgehen Anhand konkreter Zahlen.
Der Kunde steht im Mittelpunkt
Mit Jan Boll ist seit nunmehr drei Jahren ein Mann am Steuer der Schlüter Bau, der es versteht erfolgreiche Instrumente aus der Vergangenheit zu übernehmen, gleichzeitig aber auch neuen Möglichkeiten der Optimierung (z.B. Zeiterfassung) zu implementieren. "Nur so kann der Betrieb auch zukünftig erfolgreich am Markt agieren", gibt er zu Bedenken.
Dabei ist ihm klar, dass dies nur mit den Kunden gehen an. Schließlich sorgen sie für Aufträge und eventuell empfehlen sie einen für neue Bauprojekte weiter. "Wir waren und werden auch in Zukunft stark Kunden- bzw. Serviceorientiert sein", sagt Jan Boll abschließend.
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