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BAU 2011: Nachhaltig ins neue Baujahr

Die Messe fand vom 17. bis 22. Januar in der Neuen Messe München statt. Die Leitthemen lauteten Nachhaltigkeit, generationengerecht Bauen, Forschung+Innovationund nicht zuletzt Aus- und Weiterbildung.

Gebäude sollen wirtschaftlich effizient, umweltfreundlich und Ressourcen sparend sein, ihren Nutzern Komfort, Wohlbehagen und Gesundheit sichern und sich außerdem optimal in ihr sozio-kulturelles Umfeld einfügen. Ob das geht und wie das geht, ist das Top-Thema der BAU 2011, Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme. Wie Dieter Schäfer, Vorsitzender des Ausstellerbeirats der BAU und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Steinzeug vor kurzem vermeldete, sehen die Aussteller der BAU 2011 mit viel Optimismus entgegen. Neben brandaktuellen Fakten zu neuen Produkten und Dienstleistungen versorgen wir Sie in diesem Messespezial wie gewohnt mit Informationen rund um die Messe, so z.B. zu Rundgängen, Foren und Kongressen. Zuerst aber mal die harten Fakten:

Vom 17. bis 22. Januar 2011 steht auf dem Münchner Messegelände die nachhaltige Planung, Gestaltung und Bewirtschaftung von Gebäuden im Mittelpunkt des Interesses sowohl in den Messehallen als auch im Rahmenprogramm. Erwartet werden mehr als 1.900 Aussteller aus über 40 Ländern sowie mehr als 210.000 Besucher aus rund 150 Ländern. Auf 180.000 m² Fläche präsentiert die BAU Architektur, Materialien und Systeme für den Industrie- und Objektbau, den Wohnungsbau und den Innenausbau.

Die BAU hat sich das Thema Nachhaltigkeit nicht erst seit gestern auf die Fahnen geschrieben. "Wir schreiben das Thema Energieeffizienz auf der BAU 2011 fort", erklärt BAU-Projektleiter Markus Geisenberger. "Unter dem Stichwort Nachhaltigkeit kommen jetzt Themen wie Ressourcenschonung und Wirtschaftlichkeit, aber auch gesundheitliche und soziale Aspekte hinzu."

Investoren fordern Nachhaltigkeit Die Branche folgt

ie BAU 2011 zeigt, was die Zulieferer, also die Hersteller von Baumaterialien, Techniken und Systemen, zum Thema Nachhaltigkeit beitragen. Ein Großteil der rund 1.900 ausstellenden Unternehmen werden entsprechende Lösungen anbieten: Ob es sich nun um Materialien, Gebäudetechnik oder sogar konkrete Bewirtschaftungsmodelle im Zusammenspiel mit Bauunternehmen und Immobilienexperten handelt. Die ausstellende Industrie reagiert damit auf die Anforderungen von Investoren und Immobilienbesitzern, denn Experten gehen davon aus, dass Immobilien, die bestimmte Mindeststandards nicht erfüllen, schon in Kürze deutlich schwerer zu vermarkten sein werden.

Auch Rahmenprogramm soll "nachhaltig" sein

Auch das Rahmenprogramm der BAU 2011 soll das Thema Nachhaltigkeit in all seinen Facetten beleuchten. So wird es beispielsweise in den Foren der BAU, insbesondere im Forum "Zukunft des Bauens", dazu zahlreiche Vorträge geben (siehe Kasten). "Wir werden gemeinsam mit unseren Partnern hochkarätige Experten einladen, die auf die konkreten Anforderungen nachhaltigen Bauens eingehen und diese anhand von Projektbeispielen veranschaulichen", verspricht Projektleiter Geisenberger.

Die Sonderschauen der BAU 2011 werden sich, jeweils aus verschiedenen Blickwinkeln, ebenfalls mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen. Das ift Rosenheim zeigt gemeinsam mit führenden Herstellern, wie mit leistungsfähigen und innovativen Fenstern und Fassaden nachhaltiges Bauen und Energiegewinnhäuser realisiert werden können. Die Fraunhofer-Allianz Bau präsentiert in der Sonderschau "Intelligentes Bauen" innovative Technologien aus der Bauforschung Nachhaltigkeit steht dabei ganz oben auf der Agenda. Das nachhaltige Bauen steht auch im Fokus einer Sonderschau zum Thema "Generationengerecht bauen wirtschaftlich, flexibel, barrierefrei", welche die BAU in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Gerontotechnik® (GGT) präsentiert.

Das Bundeswirtschaftsministerium plant eine Veranstaltung zum Thema "Energieoptimiertes Bauen"

(mehr dazu unter www.enob.info ), die im Rahmen der BAU stattfinden soll und aktuelle Ergebnisse aus der Forschung zu Energieeffizienztechnologien präsentieren wird.

Blitzkarriere der Nachhaltigkeit

Themen wie Umweltschutz und niedriger Energieverbrauch begleiten die Immobilien- und Bauwirtschaft schon seit den 70er Jahren. Mittlerweile haben diese Themen in Politik und Wirtschaft höchste Priorität nicht nur in Deutschland, sondern auch international.

Branche braucht klare Bewertungssysteme

Die Bauwirtschaft steht dabei in besonderer Verantwortung, denn: Je nach Studie werden allein in Deutschland 30 bis 40 % der Energieressourcen im Gebäudesektor verbraucht und in anderen Ländern sieht es nicht besser aus. Um das nachhaltige Planen und Bauen in ein Regularium zu fassen, wurden in einigen Ländern Bewertungssysteme entwickelt. Vorreiter waren Breeam (England), Casbee (Japan), Leed (USA) und Green Star (Australien). Mittlerweile hat Deutschland mit dem "Gütesiegel Nachhaltiges Bauen" nachgezogen. Verliehen werden die entsprechenden Zertifikate von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). "Immer mehr Zulieferer, Bauunternehmer, Planer und Immobilienexperten wollen die Zukunft der Branche mitgestalten und helfen bei der Entwicklung und Vergabe von Zertifikaten mit", sagt Prof. Dr. Bernhard Bürklin, Leiter Corporate Projects bei HOCHTIEF und Vizepräsident der DGNB.

Heute werden weltweit praktisch alle großen Bauvorhaben, wo auch immer auf der Welt sie entstehen, einer Nachhaltigkeitsprüfung unterzogen. Die verschiedenen Bewertungssysteme befinden sich dabei im Wettbewerb, eine Vereinheitlichung ist nicht in Sicht, u.a. wegen der unterschiedlichen Baunormen, -vorschriften und -kulturen. Ein weiteres Problem: Genaue Bewertungsmethoden für einzelne Bauelemente wie Fenster, Türen oder Fassaden liegen noch nicht vor, sollen jedoch noch im Laufe des Jahres 2010 ausgearbeitet werden. Das Ergebnis, soviel lässt sich heute schon sagen, wird auf der BAU im Januar 2011 sicher für Gesprächsstoff sorgen.

3 Foren als informationspools

Neben den Präsentationen der Aussteller bietet die BAU auch 2011 wieder ein umfassendes fachliches Begleitprogramm. 3 Foren dienen unter dem Motto BAU plus als kostenlose Informationspools.

Das für Bauunternehmer interessanteste wird mit Abstand das Forum Intelligentes Bauen in Halle B0 sein. Dieses schlägt die Brücke von der Sanierung, Renovierung und Modernisierung von bestehenden Gebäuden bis hin zur Realisierung von High-Tech-Gebäuden mit modernster Technologie.

In mehr als 50 Vorträgen kommen Experten aus Wissenschaft, Industrie und Wohnungswirtschaft zu Wort. Das Forum richtet sich an alle Bautätigen, vom Investor bzw. Bauherrn über den Planer und Architekt bis hin zum Handwerker.

Schwerpunkt Modernisierung

Ein Schwerpunkt in diesem Forum ist die Modernisierung und Instandhaltung von Gebäuden. Zahlreiche Unternehmen generieren damit einen Großteil ihres Umsatzes. Rund 50% der Bauleistungen in Europa werden im Bestand erbracht Tendenz weiter steigend. Inhaltlich wird dieser Teil des Forums vom Bundesarbeitskreis Altbauerneuerung gesteuert.

Der zweite Teil des Forums beschäftigt sich unter der Headline "Zukunft Bau" mit Forschungs- und Förderinitiativen. Das deutsche Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung stellt entsprechende Projekte vor.

Die Fraunhofer Allianz Bau, bestehend aus 16 Instituten, stellt ebenfalls ihre Forschungsarbeit anhand konkreter Projekte vor. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Themen Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung.

Hallenplan: Baustoffe, -verfahren und -systeme füllen 17 Hallen

Ob Investoren, Planer, Handel oder Bau ausführendes Gewerbe alle, die mit dem Planen, Bauen und Gestalten zu tun haben, sollen auf der BAU 2011 auf ihre Kosten kommen. Rund 1900 Aussteller aus 40 Ländern präsentieren auf 180.000 m² Fläche Architektur, Materialien und Systeme. Die 17 Messehallen sind nach Baustoffen, Produkt- und Themenbereichen gegliedert. Wie das im einzelnen aussieht, schildert die folgende Übersicht:

Geländeplan

Daten und Fakten: BAU 2011 München

Europäische Leitmesse für Baustoffe, Bausysteme und Bauerneuerung

Veranstalter: Messe München

Hotline:

Tel.: (089)949/11308; Fax: (089)949/11309

Termin:

Montag, 17. Januar, bis Samstag, 22. Januar

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag 09.30 bis 18.30 Uhr, Samstag 9.30 bis 17.00 Uhr

Eintrittspreise:

Tageskarte 29 Euro/ im Online-Vorverkauf 22 Euro, ermäßigt 9 Euro,

Zweitageskarte 39 Euro/im Online-Vorverkauf 30 Euro

Vorverkauf online unter: www.bau-muenchen.com

Ausstellungsfläche:

Ausstellungsfläche: 180.000 m²

Beteiligung:

Beteiligung: 1.900 Aussteller

Erwartete Besucher:

Erwartete Besucher: 200.000

Katalog:

25 Euro zzgl. Versand/Bestellung über die Hotline oder während der Messe an allen Kassen

Internet: www.bau-muenchen.com

Die Redaktion empfiehlt den Online-Ticket-Kauf. Das Print@home-Ticket gilt zugleich als Fahrschein für die öffentlichen Verkehrsmittel. Für die Rückfahrt erhält man ein zusätzliches Ticket an einem der Info-Counter auf dem Messegelände.


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